Wie wir eine Chor-Oase erschaffen können

So können wir uns bewusst das Arbeitsfeld schaffen, in dem wir aufblühen
Bei guter Chor-Kultur gedeiht der Chor

Inhalt

Wir haben es in der Hand

Die gute Nachricht: Wir sind wirksam!

Wir müssen uns nicht durch irgendwelche Umstände darin bestimmen lassen, mit welcher Haltung wir in den Chor hineingehen.

Aber wir haben oft nicht gelernt, wie wir uns dazu ermächtigen. Wir haben nicht (mehr) die Optionen im Bewusstsein, die uns aus „Ist halt irgendwie so gelaufen“- Mustern herausholen können. Und wir fühlen uns dem manchmal hilflos ausgeliefert.

Was also brauchen wir, um (wieder) handlungsfähig zu werden, einen guten Überblick zu bekommen und Kapazitäten freizumachen für das, was wir eigentlich wollen – musikalisch-künstlerisch und erfüllend zu arbeiten?

1. Selfcare, Strukturen, Strategien und Führung

Als Allererstes geht es um mich. Es muss mir richtig gutgehen, damit ich gut sein kann für andere. Es ist kein bisschen hilfreich für den Chor, wenn ich das letzte Bisschen Energie aus mir rauspresse, um die Probe zu überstehen. Oder wenn ich nicht weiß, wo mir vor lauter Stress der Kopf steht.

Dafür brauche ich

  • Selbstfürsorge,
  • Strukturen und Strategien, Rollen- und Aufgabenklärung,
  • Führungskompetenzen und eine hilfreiche Kommunikation.

Wenn ich hier gut aufgestellt bin, kann ich gelassen in die Proben und Auftritte gehen und für den Chor eine gute Leitung sein.

➡️ Hier geht’s zum Coaching-Paket „Souverän im Chor-Alltag“

2. Haltung und Umgang im Chor

Die gute Chor-Kultur

Wie gehen wir miteinander um? Das hat sich meistens über viele Jahre irgendwie ergeben, ohne dass sich dessen jemand bewusst wurde. Außer, es hakt immer wieder, es gibt Querelen oder Menschen verlassen den Chor, weil „sie nicht dazu passen“.

Hier geht es um Werte und Haltung:

  • Welche Werte vertritt und lebt die Gemeinschaft?
  • Und wie zeigen wir das?
  • Woran ist das zu erkennen?
  • Wollen wir das so weitermachen oder wäre es uns lieber, etwas zu verändern?

Das ist ein gaaanz heikles Thema… Und das wollen viele Menschen nicht angehen, weil Konflikte vorprogrammiert sind, weil dann eventuell „schlafende Hunde“ geweckt werden, weil es dann zu Trennungen kommen kann.

Aber wir müssen es nicht drauf ankommen lassen

Wir Chorleiter*innen sind der längste Hebel, der am einfachsten etwas verändern kann, ohne große Konflikte heraufzubeschwören. Wir können mit unserer Haltung das Klima, die Kultur, den Umgang im Chor am leichtesten beeinflussen. Das tun wir eh schon unbewusst. Hilfreicher und gesünder für uns alle wäre natürlich, wenn wir uns unserer Haltung bewusstwürden, sie darauf untersuchen würden, was davon kontraproduktiv für den Chor ist, und wie wir sie so verändern können, dass der Chor/die Gemeinschaft/der Umgang miteinander zu einem sicheren Ort für alle wird.

Eine bewusste Entscheidung für eine neue Qualität

Zugegeben: meine Haltung zu verändern ist eine Arbeit, für die ich mich entscheiden muss. Denn ich werde meine Sichtweise auf die Welt verändern. Darauf wollen sich nicht alle Menschen einlassen. Verständlich. Denn damit gebe ich meine alte Sicherheit auf.

Allerdings bekommen wir etwas Neues geschenkt:

  • Wir sind nicht nur diejenigen, die Wertschätzung senden, sondern wir empfangen sie auch.
  • Wir sind freier, uns so zeigen zu können, wie wir wirklich sind, und fühlen uns gleichzeitig verbunden mit den Menschen um uns herum.
  • Wir können mit Kritik anders umgehen und brauchen uns nicht mehr persönlich angegriffen zu fühlen.
  • Wir haben wieder mehr Kapazitäten, weil die Sänger*innen ihrer Eigenverantwortung motivierter nachkommen.
  • Wir können in diesem sicheren Raum Emotionen zulassen und nonverbal ausdrücken. Damit kommen wir zu authentischer Bühnenpräsenz und künstlerischem Flow.
  • Wir prägen einen großen Teil der Gesellschaft (1,4 Millionen Menschen!) zum Guten, weil wir positive Gefühle und Gedanken verbreiten und kultivieren.

➡️ Hier geht’s zum Chorleiter-Coaching „Die gute Chor-Kultur“

3. Die hohe Kunst der Chorarbeit

Authentische Bühnenpräsenz auf dem höchstmöglichen Leistungsniveau

Wenn diese Vorbedingungen auf stabilen Beinen stehen, dann können wir im Chor uns sicher fühlen, dass wir ertragen werden, dass uns niemand auslacht, wenn wir uns voll und ganz in die Musik begeben, dass wir unsere Emotionen nonverbal und mit bühnenangemessener Expressivität zeigen dürfen.

Das ist authentische Bühnenpräsenz.

Das sind die WOW!-Momente. Für uns selbst als Künstler*innen wie auch als Beobachtende.

Das ist die Hohe Kunst der Chor-Arbeit.

Und das kann ich auf jedem musikalischen Niveau erreichen! Im Kinderchor genauso wie im Erwachsenen-Laienchor oder im Profi-Chor.

➡️ Hier geht’s zum Chorleiter-Coaching „Bühnenpräsenz für Chöre“

Ich bin Sandra, Chorleiterin und Coach.

Mit meinen Coachings und Chor-Seminaren geht es mir darum, eine Chorkultur voller Sicherheit, Freude und Kreativität zu schaffen.

Chorleiterin Sandra Lücke

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