Bühnenpräsenz
Mehr Lebendigkeit und Emotionen auf der Bühne
In diesem Workshop arbeite ich mit deinem Chor an eurer Bühnenpräsenz:
Wir vergrößern und erweitern eure emotionalen Ausdrucksmöglichkeiten mit Übungen aus Schauspiel und Theater.
Wir schauen gemeinsam, wie euer Lied auf der Bühne am besten zur Geltung kommen kann.
Wir arbeiten an 3 bis 4 Liedern für einen wirkungsvolleren Auftritt.
Damit der Funke überspringt.
Wofür machen wir das eigentlich?
Wofür proben wir und stellen uns auf die Bühne?
- Wir wollen die Musik und die in ihr liegenden Emotionen spüren.
- Wir wollen uns selbst viele freudige Momente schenken.
- Wir wollen an den Herausforderungen und Zielen wachsen.
- Wir wollen uns mit dem zeigen, was wir intensiv erarbeitet haben und gut können – dem Singen.
- Und wir wollen die Menschen damit erfreuen.
Für das Publikum ist es meistens schon ausreichend, wenn die Intonation stimmt, wenn die Textabsprachen, Phrasierungen und der Vokalklang übereinstimmen und wenn das Tempo zur Aussage des Liedes passt. Wohlwollend können die Zuschauer*innen anerkennen, dass der Chor gut gearbeitet hat und sie selbst gerne in diesem Konzert sitzen. Ausreichend oder sogar befriedigend.
Was wäre ein „Sehr gut“?
- Wenn das Publikum so begeistert ist, dass die Menschen unbedingt zum nächsten Konzert wiederkommen möchten.
- Wenn die Zuschauer*innen sehen können, dass wir auf der Bühne Spaß haben.
- Wenn sie sehen und spüren können, dass das Lied uns bewegt, für uns eine Bedeutung hat und wir das Publikum daran teilhaben lassen.
- Wenn wir die Menschen im Publikum im Bewusstsein haben und mit ihnen diese magischen Momente erleben wollen.
- Wenn sich Menschen melden, die gerne mitsingen möchten.
Wir können das schaffen!
Es ist egal, auf welchem musikalischen Level wir uns bewegen – Bühnenpräsenz ist immer möglich, wenn wir das wollen und wenn wir wissen, wie es geht.
Ich habe eine wunderbare Kollegin – Autodidaktin, von Beruf Erzieherin, mit einem kleinen Frauenchor in einem lippischen Bergdorf. Ihre Konzerte sind immer restlos ausverkauft und das Publikum ist begeistert.
Und ich kenne viele Chöre, die musikalisch auf einem viel höheren Level singen, die aber kaum gebucht werden und deren Konzerte nicht ausverkauft sind, wo das Publikum hauptsächlich aus den nächsten Angehörigen der Sänger*innen besteht.
Natürlich ist das auch eine Frage von Marketing und sozialer Eingebundenheit. Unbestritten. Aber selbst bei vergleichbaren Voraussetzungen gibt es diese Unterschiede in der Wirkung, z.B. bei Meisterchor-Prüfungen oder Wettbewerben.
Was machen die einen also anders als die anderen? Wie schaffen die das?
Bühnenpräsenz bedeutet: Als Zuschauer*in werde ich berührt von dem, was auf der Bühne passiert.
Will heißen: Wenn ich nicht sehen und spüren kann, was da passiert, dann kann ich davon auch nicht berührt werden.
Was wir also in diesem Workshop erarbeiten:
- Unsere Emotionen im Lied finden
- Diese Emotionen im Körper spüren
- Und ihnen einen größeren Ausdruck verleihen, damit sie von außen sichtbar werden.
Was ich nicht unter Bühnenpräsenz für Chöre verstehe:
Eine einheitliche Choreografie, die die Sänger*innen zwingt, sich an einer bestimmten Stelle in genau dieser festgelegten Weise zu bewegen. Meine Musiklehrerin sagte immer: „Es gibt nichts Ungerechteres, als Ungleiche gleich zu behandeln.“ Sie sind keine Tänzer*innen und sind nicht deswegen in den Chor gekommen. Also sollten wir ihnen nicht übergriffig etwas aufbürden, was sie nicht leisten wollen und können.
Wenn sich allerdings aus einem Impuls heraus etwas spontan für die Gruppe ergibt, dann kann das natürlich zu einer fluiden Choreografie werden. Dann fliegt der Schwarm gerade kunstvolle Figuren.
Mein Verständnis von authentischer Bühnenpräsenz
Mich bewegen lassen
in der musik sein
Verbunden sein
Wir sind verletzlich, wenn wir uns so zeigen. Und genau das berührt die Zuschauer. Das sind die magischen Momente, die uns mit Freude und neuer Energie erfüllen.
Wir erarbeiten gemeinsam, wie Ihr das schaffen könnt.
Diese Themen werden wir besprechen und für euch erarbeiten
Basics:
- Auf- und Abtreten, Applaus entgegennehmen
- Die „Aura“ des Liedes erschaffen und halten
- Den Chor als verbundene Einheit erkennbar machen – „zu einem Schwarm werden“
- Choraufstellungen als Basis für einen angemessenen Klang und die Aura des Liedes
- Das Publikum als bewusstes, wertgeschätztes Gegenüber vor, während und nach dem Konzert
Die eigentliche Präsenz in den Liedern – damit der Funke überspringen kann:
- Was will das Lied uns erzählen?
- Welche Emotionen werden in uns angerührt?
- Wie kann ich sie nonverbal auf meiner Oberfläche zeigen und ihnen in dieser Musik Ausdruck verleihen?
- Bietet mir mein Chor den sicheren Raum, damit ich das ausprobieren kann?
- Fühlen wir alle das Gleiche? Ist das notwendig?
Der Chor als Schwarm-Wesen
Jeder Mensch im Chor ist ein Individuum, das zum Gelingen beiträgt. Das gemeinsame Ziel ist der Grund, warum sie zusammengekommen sind. Egal, wie das Ziel definiert ist: das können das Aufführen der großen Bach-Werke, die Bewahrung des traditionellen Liedgutes, die Gemeinschaft an einem schönen Abend oder noch ganz andere Ziele sein.
Alle tragen dazu bei, dass das Ziel erreicht wird.
Aber nicht jede/r hat dieselben Stärken. Manche preschen vorwärts, andere laufen lieber mit, einige sorgen für Getränke, andere für die Organisation, einer ist für die Technik zuständig, eine andere für Listen. Singen können hoffentlich alle. Alle sind wichtig! Und alle können im Schwarm die Führung übernehmen, wenn sie mit ihren Fähigkeiten gebraucht werden. Alle bereichern den Schwarm, so dass er einzigartig bunt ist und einzigartige Formationen fliegen kann.
Auch dein Chor kann ein solcher Schwarm werden!
Das bekommt ihr im Chorworkshop „Bühnenpräsenz“:
- Übungen aus systemischer Praxis für die Bildung eines ausdrucksstarken Schwarms.
- Übungen aus Theater und Schauspiel für mehr Expressivität.
- Eine mit euch und für euch erarbeitete Bühnenpräsenz, mit der Ihr euch wohlfühlt.
- Einen ganzen Tag Sandra, nur für euch und eure Musik. 😉
Das brauchen wir für eine gute Bühnen-Präsenz-Arbeit:
- Einen großen Raum mit viel Bewegungsfreiheit
- Bequeme Kleidung und Socken ohne Löcher… (is halt echt doof, wenn man sich frei bewegen muss, sich wegen des Lochs aber nicht traut 😊)
- Idealerweise treffen wir uns an einem ganzen Tag von ca. 10-17 Uhr
- 3 bis 4 auswendig gelernte Lieder
Hört sich spannend an?
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FAQ zu den Workshops
Ich will nur einen Chor-Workshop buchen. Muss ich dafür vorher ein Chorleiter-Coaching gemacht haben?
Nein. Die Chor-Workshops können total unabhängig vom Coaching für Chorleiter*innen gebucht werden. Allerdings buchen manche Chorleiter*innen gerne vor oder nach dem Coaching noch zusätzlich einen Workshop für ihren Chor, um ihr Verständnis zu vertiefen oder den Chor davon zu überzeugen, dass die Arbeit an der Chor-Kultur und der Bühnenpräsenz eine ganz neue Qualität hervorbringt.